Orya barbarica
Beschreibung
Orya barbarica ist eine der seltenen Geophilomorpha, die durch ihre Größe, ihr Verhalten und ihre auffällige Färbung einen interessanten Terrarienpflegling darstellen.
Sie besitzt 107 bis 125 Beinpaaren, ihre Körperfärbung reicht von hell- bis nussbraun, während die Beine charakteristisch violett gefärbt sind.
Zur Verteidigung sondert sie ein stark riechendes Abwehrsekret ab, das gelblich, zähflüssig ist und von speziellen Drüsen in kleinen Tröpfchen abgegeben wird. Beim Kontakt mit Luft beginnt dieses Sekret zu kristallisieren, wobei durch den Einfluss von Sauerstoff eine grüne Lumineszenz entsteht.
Überblick
Systematik
Verhalten
Terrarienhaltung
Terrarium
Substrat
Klima
Dekoration
Versteckmöglichkeiten in Form von Rindenstücken oder Steinen sind eher optional, da diese Art sich sehr gerne vergräbt.
Bedeckung des Substrats mit Laub und Moos als Versteck.
Wasser in Form einer gefüllten Wasserschale sollte stets zur Verfügung stehen auch wenn die Art bisher noch nie beim Trinken beobachtet wurde.
Ernährung
- Ein Jagdverhalten wurde bisher nicht beobachtet.
- Gefressen werden abgetötete und reglose Insekten wie Schokoschaben, Heimchen, Steppengrillen, Mehlwürmer, subadulte Wanderheuschrecken
Geschlechtsbestimmung
Orya barbarica weist einen deutlichen Geschlechtsdimorphismus auf: Männchen sind in der Regel etwa ein Drittel kleiner als die Weibchen, während Weibchen besonders im mittleren Körperbereich breiter wirken.
Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal sind jedoch die Cerci:
Bei den Männchen sind sie deutlich verdickt, während sie bei den Weibchen etwa die Dicke der letzten Beinpaare besitzen.
Nachzucht
Über Verpaarung und Nachzucht liegen bisher keine Berichte vor.
Vermutlich spielen wechselnde klimatische Bedingungen eine entscheidende Rolle bei der Paarung und insbesondere bei der Eiablage.
Es konnte einmalig beobachtet werden, dass ein Männchen in Anwesenheit eines Weibchens feine Fäden absonderte bzw. “spinnte”. Vermutlich steht dieses Verhalten im Zusammenhang mit der Ablage oder Fixierung einer Spermatophore, kann jedoch bisher nicht abschließend bestätigt werden.
Es ist anzunehmen, dass Orya barbarica – wie viele andere Arten der Geophilomorpha – eine Form von Brutpflege zeigt. Wahrscheinlich bewacht das Weibchen die Eier, hält sie sauber und feucht und bleibt bis zum Schlupf bei ihnen.