Scolopendra dehaani
Beschreibung
Scolopendra dehaani ist eine der größten und verbreitetsten Skolopender-Arten im asiatischen Raum. Ursprünglich wurde die Art als Unterart von Scolopendra subspinipes beschrieben, genießt aber seit Revision durch Kronmüller, 2012, den eigenen Artenstatus.
Am verbreitetsten ist die Farbvariante mit braunem Rumpf und gelben Laufbeinen. Es gibt aber auch Tiere mit organgene und roten Laufbeinen. Jedoch ist noch unklar, ob es sich hierbei um wirkliche Farbvarianten handelt, oder ob andere Umwelteinflüsse zu den unterschiedlichen Färbungen führen.
Durch die weite Verbreitung von Scolopendra dehaani werden oft auch Tiere in bisher nicht dokumentierten Farbvarianten der Art zugeordnet. Doch besteht aktuell hierfür kein wissenschaftlicher Beleg. Vermeindlich ist die Farbvariante “Cherry Red” aus Malaysien eine monochrome Variante, die durch ein kräftiges kirschrot und dunklen Streifen auf den Tergiten auffällt. Da diese eine Hochland-Art ist, ist sie sehr empfindlich gegen hohe Temperaturen.
Überblick
Systematik
Verhalten
Terrarienhaltung
Terrarium
Substrat
Klima
Dekoration
Versteckmöglichkeiten wie Korkrinde oder andere Rindenstücke werden gerne genommen.
Bedeckung des Substrats mit Laub und Moos als Versteck und zur Haltung der Substratfeuchtigkeit.
Äste bieten Klettermöglichkeiten, die gerne angenommen werden. Dabei darauf achten, dass der Skolopender am Deckel des Terrariums keine Möglichkeit zum Ausbruch hat.
Ernährung
- Argentinische Waldschaben (Blaptica dubia)
- Mehlwürmer
- Steppengrillen
- Wanderheuschrecken
- Rosenkäfer und deren Puppen
- Abgetötet werden auch größere Insekten angenommen
Geschlechtsbestimmung
Für Scolopendra dehaani sind keine äußerlichen Geschlechtsmerkmale bekannt.
Nachzucht
Scolopendra dehaani sind bereits seit Jahren gut im Hobby etabliert und es gab schon einige erfolgreiche Nachzuchten, obschon die Art keine äußerlichen Geschlechtsmerkmale besitzt.
Die Aufzucht von Pedelings ist einfach und unkompliziert; die Jungtiere fressen sehr gut und sind robust.
Erfahrungsberichte
Dadurch, dass Scolopendra dehaani im asiatischen Raum sowohl für Medizin wie auch als Nahrungsmittel kommerziell gezüchtet werden, gibt es einen stetigen Fluss an Importen. Leider stammen immer noch viele Tiere aus dem Wildfang und können dann starken Parasitenbefall aufweisen, der meist aber unproblematisch ist. Dennoch sollte man den eigenen Bestand schützen, weil andere Arten eventuell empfindlicher auf Parasiten reagieren.
Derweil die Art in hiesigen Wintermonaten recht zeigefreudig und aktiv ist, kann es durchaus vorkommen, dass sich ein Tier über einen längeren Zeitraum von bis zu sechs Monaten vergräbt. An dieser Stelle ist Gedult vom Halter gefragt, damit man das Tier nicht bei der Häutung oder eventuellen Eiablage stört.
Wurzelhölzer und Klettermöglichkeiten werden sehr gerne angenommen.
Jungtiere lassen sich sehr gut und einfach großziehen und wachsen mit beachtlicher Geschwindigkeit.