Scolopendra sp. "Celebes Purple"
Beschreibung
Scolopendra sp. „Celebes Purple“ ist eine im Hobby bekannte, jedoch bislang wissenschaftlich noch nicht bearbeitete Art von der indonesischen Insel Sulawesi.
Markant sind die braunen Beine, die zu den Endgliedern hin deutlich dunkelviolett schimmern, während die Fühler leuchtend rot gefärbt sind. Der Körper selbst ist rotbraun bis kastanienbraun. Besonders nach der Häutung zeigt sich ein kräftiges Violett der Beinsegmente, die jedoch mit der Zeit wieder nachdunkelt.
Jungtiere unterscheiden sich deutlich von der Adultfärbung und sind in den ersten Stadien orange-schwarz gebändert. Wie viele andere große Arten der Gattung Scolopendra aus den Tropen ist auch diese Form nachtaktiv, agil und temperamentvoll.
Überblick
Systematik
Verhalten
Terrarienhaltung
Terrarium
Behälter muss gut vor Ausbrüchen gesichert sein! Feine Gaze kann bereits von Jungtieren durchgebissen werden
Substrat
Klima
Dekoration
Versteckmöglichkeiten in Form von Rindenstücken oder flachen Steinen.
Bedeckung des Substrats mit Laub und Moos als zusätzliche Deckung und zur Haltung der Substratfeuchtigkeit
Wasser in Form einer gefüllten Wasserschale sollte stets zur Verfügung stehen
Ernährung
- Steppengrillen
- Wanderheuschrecken
- Waldschaben
- Rosenkäfer und deren Puppen
- Abgetötet werden auch größere Insekten angenommen
Geschlechtsbestimmung
Für Scolopendra sp. „Celebes Purple“ sind keine äußerlichen Geschlechtsmerkmale bekannt.
Nachzucht
Nachwuchs ist bisher im Hobby sind nur durch Wildfang-Weibchen in Europa bekannt.
Plings sind gute Fresser und wachsen relativ zügig.
Eine Verpaarung in Gefangenschaft ist bisher noch nicht dokumentiert.
Bissberichte
Der Biss wurde durch ein Jungtier mit einer Körperlänge von etwa 6cm Körperlänge verursacht, das beim Füttern aus dem Behälter sprang.
In den ersten Stunden nach dem Biss traten brennende, in Wellen wiederkehrende, stechende Schmerzen mit lokaler Rötung und Schwellung auf. Am Folgetag bestand weiterhin ein deutlicher, eher dumpfer Schmerz, der an lokalen Muskel- bzw. Druckschmerz erinnerte (ähnlich wie Muskelkater); zusätzlich zeigten sich schmerzende Lymphknotenbereiche in Nähe der Bissstelle (Achsel- und Schulterregion).
Ab dem dritten Tag kam es zu einer deutlichen Abnahme der Beschwerden. Die Verletzung verheilte ohne weitere Behandlung und war nach etwa einer Woche vollständig abgeklungen.