Äußere Anatomie von Hundertfüßern
An dieser Stelle wird ausschließlich die äußere (externe) Anatomie von Hundertfüßer behandelt. Die innere Anatomie ist vergleichsweise komplex und für die praktische Terrarienhaltung meist von untergeordneter Bedeutung. Wer sich vertieft mit innerer und äußerer Anatomie befassen möchte, dem sei Rosenbergs Werk “Die Hundertfüßer” empfohlen.
Auch wenn einige Aspekte über alle Hundertfüßer der Klasse Chilopoda gleich sind, unterscheiden sich die einzelnen Ordnungen in einer Vielzahl von Details. So haben beispielsweise Lithobiomorpha lediglich 15 laufbeintragende Segmente, derweil Scolopendromorpha 21 bis 23 derer besitzen. Bei den Geophilomorpha sind es gar bis zu 191 beintragende Segmente.
Des Weiteren haben Tiere der Ordnung Scutigeromorpha Facettenaugen, Scolopendromorpha hingegen Ocelli oder sind gar blind und ohne Augen.
An dieser Stelle wollen wir aber auch gar nicht zu sehr in die Tiefe der äußeren Anatomie aller Chilopoda eingehen, sondern ein Grundverständnis für den Körperbau und die verwendete Nomenklatur schaffen.
Äußerlich lassen sich Hundertfüßer grob in drei Teile erfassen:
- Kopf mit dorsalen und ventralen Details, darunter die Ocelli, Maxilipeden und Antennen
- Rumpf, bestehend aus den beintragenden Segmenten, geschützt durch die Cuticula mit dorsalen und ventralen Details, darunter die Laufbeine selber
- Letzte beintragende Segment mit den Schleppläufen und dorsalen und ventralen Details