Vermehrung und Aufzucht

Auch ohne bekannte Verpaarung können Wildfänge in Gefangenschaft Nachwuchs bekommen. Skolopender sind in der Lage, Sperma über sehr lange Zeiträume zu speichern1.
Die Eiablage wird von Faktoren wie Klima, Ernährung und Gesundheitszustand beeinflusst.

Das Brutpflegeverhalten unterscheidet sich je nach Gattung:

  • Scolopendra wickelt sich schützend um Eier und Nymphen
  • Alipes trägt Eier und Jungtiere aktiv mit sich
  • Ethmostigmus betreibt stationäre Brutpflege, verlagert den Nachwuchs jedoch bei Störung

Während der Brutpflege sollten die Tiere keinesfalls gestört werden. Verlässt das Muttertier das Gelege, sterben Eier oder Nymphen rasch ab; Stress kann zudem Kannibalismus auslösen.

Ein wichtiger Unterschied besteht zwischen Arten der Alten Welt und südamerikanischen Arten: Bei letzteren dient das Muttertier selbst als erste Nahrungsquelle für die Jungtiere – eine Nachzucht bedeutet hier zwangsläufig den Tod des Weibchens.

Brutpflege bei Hundertfüßern
Brutpflege bei Scolopendra gracillima Brutpflege bei Scolopendra gracillima
Brutpflege bei Geophilomorpha sp. Brutpflege bei Geophilomorpha sp.

  1. 2013 - Kronmüller - “Hundertfüßer” ↩︎