Therapie eines Skolopenderstichs

Ein spezifisches Antiserum gegen Skolopendergift existiert nicht1. Die Behandlung beschränkt sich daher auf Schmerztherapie und standardmäßige Wundversorgung2.

Wichtig ist, das Stichopfer zu beruhigen und Stress sowie Angst zu reduzieren3.

Zur Schmerzbehandlung wird häufig Ibuprofen empfohlen2, in einigen Fallberichten kamen auch lokale Anästhetika zum Einsatz21.

Nach dem Stich sollte die betroffene Person mehrere Stunden auf mögliche Komplikationen beobachtet werden3.

Prophylaktische Antibiotika gelten als nicht zwingend erforderlich2, werden jedoch in einzelnen Studien zur Vermeidung von Nekrosen empfohlen1. Eine Überprüfung des Tetanusschutzes ist sinnvoll1.

Unterschiedliche Therapieansätze existieren hinsichtlich Kälte- oder Wärmeanwendung: Während einige Berichte Kühlung empfehlen, zeigen andere Studien positive Effekte durch Wärmeanwendung zwischen 41–45 °C4.